Profil

Mein Bild
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten, Niederösterreich, Austria
Seit 2011 gibt es den Museumsblog. Bis 31. Juli 2016 waren es Themen, die im Zusammenhang mit den drei Kernbereichen des Landesmuseum Niederösterreich (Geschichte - Kunst - Natur) standen. Mit 1. August 2016 wird das Landesmuseum zum Museum Niederösterreich und somit ist der Museumsblog unter neuer Adresse zu finden: www.museumnoe.at/de/das-museum/blog

16. November 2012

Bodentiere

Von toten und lebenden Fossilien

Nichts ist so beständig wie der Wandel.” (Heraklit)
Die Welt ist im ständigen Wandel. Auch Niederösterreich ist davon nicht ausgenommen. Zeugen dieser vielfachen Veränderung sind Fossilien, Spuren und Reste von früherem Leben.
In Niederösterreich finden sich Fossilien sehr unterschiedlicher Zeiten mitunter sehr nahe beieinander. So kann man in der Gegend um Lunz 220 Millionen alte fossile Riesenschachtelhalme und Palmfarne aus einer warmen, subtropischen Epoche ebenso finden wie „nur“ 100.000 Jahre alte Höhlenknochenbären aus der kühlen Eiszeitperiode.

Ammonit aus der Ausstellung
"Kiesel & Klunker", Foto: H. Lackinger

Aussterbeereignisse

Mehrfach in der Erdgeschichte war das Leben auch extremen Ereignissen ausgesetzt, die vielen Arten und Lebensformen auslöschten. Salopp fasst man sie als „Big Five“ zusammen.
Am bekanntesten ist, wohl wegen dem Aussterben der Dinosaurier, das große Sterben, vor 65 Millionen Jahren. Das hat auch den Nachkommen „unseres“ Dinos, dem Struthiosaurus austriacus, der vor 80 Millionen Jahren Niederösterreich bewohnt hat, das Ende bereitet. Gewaltiger als vor 200 Millionen Jahren waren wohl die Ereignisse am Ende des Perms, vor rund 250 Millionen Jahren, als etwa 90% der Arten ausstarben.

Lebende Fossilien

Umso erstaunlicher ist es, dass manche Tier und Pflanzenarten sich über Jahrmillionen, über mehrere Aussterbeereignisse hinweg, behaupten konnten. Zwei solche „lebende Fossilien“ kann man auch in Niederösterreich antreffen, den Ginkgo und den Triops.

Ein Baum mit Wurzeln im Erdaltertum

Die frühesten fossile Belege der Ginkgogewächse stammen aus dem Erdaltertum und sind 290 Millionen Jahre alt. Vor 150 Millionen Jahren war die „Ginkgo-Sippe“ mit über 100 Arten fast weltweit verbreitet. 70 Millionen Jahre alte fossile Blätter lassen sich in ihrer Form von heutigen kaum unterscheiden. Und bis vor weniger als 5 Millionen Jahre wuchsen Ginkgobäume in den Laubmischwäldern Europas!
Überlebt hat eine einzige Art in China: Ginkgo biloba. In Asien wird der Ginkgo seit Jahrtausenden als Tempelbaum gepflanzt. Bäume, die über 1000 Jahre alt sind, zeugen von dieser kulturhistorischen Bedeutung.
Wegen seiner unglaublichen Vitalität und Robustheit wird der Ginkgo heute weltweit vor allem in Städten und an viel befahrenen Straßen angepflanzt. Wer die Dinosaurier überlebt hat, sogar nach dem Atombombenabwurf in Hiroshima wieder ausgetrieben ist, dem kann menschliche Luftverschmutzung nicht wirklich etwas anhaben!

Versteinertes aus der Ausstellung "Kiesel & Klunker",
Foto: H. Lackinger

Triops cancriformis, die älteste lebende Tierart der Welt

Wenn die March über die Ufer tritt, wird der Entwicklungszyklus eines „Urzeitkrebses“, des Triops cancriformis, rasend schnell in Gang gesetzt. Es gilt den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen. Denn bald werden die überfluteten Wiesen und Gräben wieder trocken fallen!
Aus Dauereiern, die Jahrzehnte, möglicherweise sogar Jahrhunderte überdauern können, schlüpfen bei 18°C bereits nach 36 Std. die Larven. Je nach Wassertemperatur haben die Weibchen 14 Tagen später an den Beinen wieder Eibehältern mit Eiern ausgebildet. Und wenn das Hochwasser geht, liegen im Sand bereits die Dauereier für die kommende Generation vor.
Triops gab es bereits in der Obertrias, vor 220 Millionen Jahren, als die Dinosaurier „noch in den Kinderschuhen“ steckten. Er ist damit die älteste bekannte lebende Tierart der Welt! Solche Tiere „vor der „Haustüre“ zu haben ist doch sensationell. Sie stehen übrigens unter Schutz, dürfen aus der Natur also nicht entnommen werden!

„Lebende Fossilien“ zeigen wie groß die Verantwortung des heutigen Menschen für diese und auch alle anderen Tier- und Pflanzenarten ist. Sie haben Jahrmillionen überlebt, große Veränderungen und extreme Aussterbeereignisse überstanden. Und es wäre wirklich kein gutes Zeugnis für den Menschen, wenn er das „6. Aussterbeereignis“ darstellen würde an dem diese unglaublichen Organismen schließlich scheitern sollten.

Quellen


MikroLabor im Landesmuseum zum
Thema Bodentiere, Foto: M. Schaar
•    Walter JUNG (1998) Der Ginkgo-Baum, ein Unikum mit Vergangenheit. http://160.45.81.170/mehr/palaeo/edu/lebfoss/ausstellung/index.html
•    Erich THENIUS (2000) Lebende Fossilien. Oldtimer der Tier- und Pflanzenwelt. Zeugen der Vorzeit. Verlag Dr. Friedrich Pfeil: München.
•    Maria SCHMID, Helga SCHMOLL (1994) Ginkgo: Ur-Baum und Arzneipflanze. Mythos, Dichtung und Kunst. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.


Text: Mag. Norbert Ruckenbauer

Die Ausstellung "Kiesel & Klunker - Vielfalt aus Niederösterreichs Boden" ist noch bis 17.03.2013 im Landesmuseum zu sehen.

29. Oktober 2012

Grosstrappe


Die reiche Region

Das Umland des Nationalparks hat ein hohes Naturpotential

Au-Blick, Ausg. Nr. 37
Ein besonderer Schatz ist bis heute im Marchfeld, der Kornkammer Österreichs zu finden. Nur wenige Kilometer vom schlossORTH Nationalpark-Zentrum entfernt, inmitten der modernen Agrarlandschaft, leben noch einige wenige Exemplare der seltenen Großtrappe (Otis tarda). Sie zeigt uns, welch hohen Naturschutzwert nicht nur die Auen bieten, sondern auch das Umland des Nationalparks hat – oder haben kann, wenn man sich aktiv darum bemüht.
Die Großtrappe ist eine Charakterart der offenen Kulturlandschaft. Sie kam mit der traditionellen Form der Landwirtschaft gut zurecht, war im Marchfeld verbreitet und wurde bis in die 1960er Jahre sogar bejagt. Dass heute immer noch einige Individuen im Marchfeld und auch auf der Rauchenwarther Platte südlich der Donau beobachtet werden können, ist einem aufwändigen Trappenschutzprogramm zu danken. In Zusammenarbeit von Landwirten, Jägerschaft und Naturschutz werden seit 1995 eigene Trappenschutzflächen in der Region angelegt und aus dem Agrar-Umweltprogramm (ÖPUL) gefördert. Speziell bewirtschaftete Ackerflächen schaffen erst die geeigneten Lebensbedingungen für die Brut und die Aufzucht der Jungen.
 

Marchfeld, Foto: Kovacs, Manzano

Die Großtrappe braucht weiträumige offene Landschaften und verträgt sich daher nicht mit Starkstromleitungen oder Windkraftanlagen. Sie ist Leitart für ein großes Europaschutzgebiet im östlichen Marchfeld. Auch der Kaiseradler, der sich 2011 nach 200 Jahren wieder in den Donau-Auen angesiedelt hat, benötigt die offene Marchfeld-Landschaft zur Nahrungssuche. Ebenfalls Europaschutzgebiet sind die Überreste der ehemaligen ausgedehnten Sanddünen im Marchfeld mit alten Naturschutzgebieten wie den Sandbergen Oberweiden oder der Weikendorfer Remise.
Großtrappe, Foto: Kovacs, Manzano

In der Region südlich des Nationalparks bilden die Steppen- und Trockenrasen der Hainburger Berge mit ihrer eindrucksvollen Pflanzen und ihren hoch spezialisierten Tierwelt einen wunderbaren Kontrast zu den feuchten Lebensräumen der Auen. Eine große Besonderheit ist z. B. die Hainburger Federnelke (Dianthus lumnitzeri), die am Hainburger Schlossberg oder am Braunsberg zu finden ist. Sie ist ein Endemit, eine Art die nur hier und in den anschließenden Kleinen Karpaten vorkommt. Die großflächigen Trockenrasen sind ein Produkt Jahrhunderte langer Beweidung und bedürfen heute eines aktiven „Managements“: der regelmäßigen Entfernung von Gehölzen und Wiedereinführung der traditionellen Beweidung.
Die Donau-Auen sind seit gut 30 Jahren ein Teil des großen Landschaftschutzgebiets Donau-March-Thaya-Auen, ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung entsprechend der Ramsar-Konvention. Die March-Auen, traditionell mehr von menschlicher Nutzung geprägt als die Donau-Auen, stehen diesen im Naturschutzwert keineswegs nach. Der Tieflandfluss March prägt einen anderen Auen-Typ als der „Alpenfluss“ Donau, Fluss und


Auen sind Heimat von mehr als 500 gefährdeten Arten wie Schwarzstorch, Seeadler oder Urzeitkrebsen. In Marchegg, direkt hinter dem Schloss, findet man Europas größte Kolonie baumbrütender Weißstörche.
 

Was bringt die Zukunft?

Es ist nicht zu übersehen: Die einst „vergessene Region am Eisernen Vorhang“ nimmt heute eine rasante Entwicklung. Siedlungen wachsen und beanspruchen zunehmend Fläche, es zieht zahlreiche Menschen „aufs Land“ vor den Toren der Großstadt. Straßenprojekte werden vorangetrieben, der Flughafen Wien expandiert. Gewerbegebiete boomen – das jüngst eröffnete „G3“ bei Gerasdorf steht als Beispiel für die laufende Errichtung neuer Einkaufszentren außerhalb der Ortskerne. Dem wachsenden Energiebedarf bei steigender Nachfrage nach erneuerbaren Quellen wird mit neuen Windparks in der Region Rechnung getragen. Die Struktur der Landwirtschaft hat sich verändert und ist abhängig von europäischen Märkten, den Rahmenbedingungen und Zahlungen der europäischen und nationalen Agrarpolitik.
Die Marchfeldschlösser sind im neuen Glanz erstrahlt, Tourismusangebote werden  entwickelt, welche Menschen dies- und jenseits der österreichisch-slowakischen Grenzen ansprechen sollen. Der Wunsch nach Naturerlebnis wird bei der Freizeitgestaltung hoch gereiht, naturnahe Landschaften werden als Naherholungsziele zunehmend genutzt.
Alle diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Menschen der Region, sie haben Auswirkungen auf Natur und Landschaft, auf Pflanzen und Tiere, innerhalb und außerhalb der Schutzgebiete. Im Nationalpark sind wertvolle Lebensräume und seltene Arten  geschützt, außerhalb des Nationalparks bietet der Status der Europaschutzgebiete den „besonderen“ Lebensräumen und ihren Bewohnern einen gewissen Schutz.
Doch wird das reichen? Oder wird der Nationalpark Donau-Auen in naher Zukunft eine letzte schmale Natur-Insel sein, inmitten einer intensiv vom Menschen genutzten Landschaft, die sich nur wenig von den Landschaften im Umfeld anderer großer Städte unterscheidet?

Text: Carl Manzano, Erika Dorn


www.donauauen.at
blog.donauauen.at
www.facebook.com/donauauen


______________________________________________________

Eine der bedrohtesten Vogelarten als Zeiger für den Zustand unserer Kulturlandschaft

Foto: www.kovacs-images.com

Gesunde Ernährung, ökologische versus intensive Landwirtschaft, Verlust der Biodiversität – Stichworte, die wir derzeit oft hören oder lesen. All das hängt zusammen, miteinander und mit unserer direkten Umgebung, der Kulturlandschaft, die auch Naturlebensraum ist. Die Landschaft in Mitteleuropa und damit auch in Niederösterreich ist heute fast zur Gänze Kulturland. Seit Jahrhunderten sind die ursprünglichen Mischwälder sukzessive in Forste, Felder, Wiesen und Weiden verwandelt worden. Die Zusammensetzung unserer Fauna und Flora hat sich entsprechend geändert. Viele Tierarten mussten sich an die landwirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Andere sind neu eingewandert, darunter Arten, die eigentlich an die Steppe angepasst sind. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft sind aber heute selbst Arten, die früher geradezu als Allerweltsarten von Feld und Flur bekannt waren, seltener geworden, man denke an Feldhase, Feldlerche oder Rebhuhn.

Foto: www.kovacs-images.com

Foto: www.kovacs-images.com

Ein typischer Steppenbewohner ist auch die Großtrappe. Sie benötigt offene, trockene Ebenen oder extensiv bewirtschaftetes Kulturland mit großer Fläche und gutem Überblick. Das Männchen mit einer Körperlänge von 90 – 105 cm und einem Gewicht von bis zu 16 kg gehört zu den größten und schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Das Weibchen ist viel kleiner und zierlicher. Berühmt sind diese imposanten und geselligen Allesfresser für ihre spektakuläre Gruppenbalz im April und Mai. Bei dieser „krempeln“ die Männchen geradezu einen Großteil des Gefieders von innen nach außen und schütteln die weißen Federpartien, um den Weibchen zu imponieren, während Kopf und Hals im Rücken verborgen sind.

Foto: www.kovacs-images.com
Dieses Schauspiel kann man mittlerweile nur mehr selten beobachten, denn die Großtrappe ist in Österreich vom Aussterben bedroht (Rote Liste Kategorie 1 bzw. „Critically Endangered“).
Gründe dafür sind Fragmentierungen der Lebensräume und Störungen durch die intensive Landbewirtschaftung. Die angebauten Pflanzen wurden dichter und es werden weniger Schmetterlingsblütler wie Luzerne angebaut. Neben vielfältiger Pflanzenkost (Schmetterlingsblütler, Kreuzblütler, Kräuter, Beeren, Rhizome…) spielen auch Insekten als Nahrung eine wichtige Rolle, aber auch diese werden weniger. Potentielle tierische Gefahren für die Brut stellen Füchse und Wildschweine dar, deren Populationen wachsen. Die tief fliegenden Vögel werden zudem oft Opfer von Stromunfällen an Hochspannungsleitungen. Die allgemein hohe Störungsanfälligkeit und die große Fluchtdistanz von über 1 km tragen das Ihre zum Rückgang  bei. 


Foto: www.kovacs-images.com

Foto: www.kovacs-images.com

Foto: www.kovacs-images.com
Internationale EU-Schutzprojekte kämpfen seit einigen Jahren um den Erhalt dieser einzigartigen Vögel in der Grenzregion Österreich, Ungarn und der Slowakei.

In Österreich gibt es etwa 100 Großtrappen (v.a. Burgenland und Weinviertel), den größten Bestand in Mitteleuropa hat Ungarn (etwa 1200).
Hierzulande wurden mehrere Trappenschutzgebiete ausgewiesen, etwa in Form von Natura 2000-Gebieten oder im Rahmen des österreichischen Programms zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL 2000). 

Von 2010 bis 2015 läuft ein aktuelles LIFE+-Projekt zum Schutz der gesamten westpannonischen Population.
 


Großtrappen im Landesmuseum,
Foto:Schaar


Die drei wichtigen Trappengebiete Niederösterreichs sind das Westliche Weinviertel, das Marchfeld und die Rauchenwarther Platte. Den Wert solcher Lebensräume kann man mit der richtigen Pflanzenmischung auf Brachen (z.B. Klee-Luzerne-Gras-Raps) erhöhen. Wichtig sind auch Erdverlegungen bzw. Markierungen von Hochspannungsleitungen.
 

Mit der richtigen Mischung aus Lebensraumschutz, Managment und Interessensausgleich kann man auch heutzutage einen Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Landwirtschaft und des Artenschutzes schaffen. Auch und gerade für anspruchsvolle und gefährdete Arten der Kulturlandschaft wie der Großtrappe. 


Grosstrappe: Foto: Steven Cooper / photos.com


Grund zur Hoffnung, das Schauspiel der Trappenbalz im April und Mai weiterhin beobachten zu können, gibt es: Im Westlichen Weinviertel wurden Mitte der 90er Jahre 22 Großtrappen gezählt, heute sind es wieder über 60. Nähere Informationen zu den niederösterreichischen Schutzbemühungen gibt es z.B. unter www.grosstrappe.at 

Text: Michael Schroll

6. September 2012

Gründüngung

Erholungskur für den Boden


Phacelia © Natur im Garten, Foto: Alexander Haiden
Langsam leeren sich Beetflächen und Hochbeete nach einer reichen Ernte – mit Gründüngungspflanzen nutzen Sie im Herbst den frei gewordenen Platz und tun Ihrem Boden etwas Gutes.
Unter Gründüngung versteht man die natürliche Bodenverbesserung mithilfe bestimmter Pflanzenarten. Sie werden meist abgeschnitten und oberflächlich in den Boden eingearbeitet oder zum Mulchen verwendet. Angebaut werden kann von Frühjahr bis Herbst – überall dort, wo ein Beet abgeerntet wurde oder eine freie Fläche bedeckt und der Boden verbessert werden soll. Die häufigste und praktikabelste Art der Gründüngung ist jedoch die der Nachsaat: Nach der Gemüseernte folgen die Bodentherapeuten Phacelia, Alexandriner-, Inkarnatklee, Vogerlsalat, Winterwicke oder Gelbsenf, um eine Nährstoffauswaschung sowie Verschlämmung zu vermeiden und das Bodenleben zu schützen.


Gründüngung bietet viele Vorteile:

Lupinie © Natur im Garten,
Foto: Alexander Haiden
  • Gründüngungspflanzen, die zur Familie der Schmetterlingsblütler zählen (z.B. Klee, Wicke, Bohnen, Lupinen) beherbergen in den knöllchenartigen Strukturen der Wurzeln Bakterien. Diese sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu binden und im Boden anzureichern. Diese Pflanzen düngen also den Boden! 
  • Die kräftigen Wurzeln lockern und durchlüften den Boden.
  • Die Blätter schützen den Boden vor Sonneneinstrahlung und somit vor Verdunstung. 
  • Unterdrückung von Beikräutern. 
  • Wird die Gründüngung abgeschnitten, liefert sie wertvolles Material zum Mulchen oder Kompostieren. 
  • Die Pflanzen schützen Brachflächen vor Erosion, Nährstoffauswaschung und Verschlämmung.
  • Die Wurzeln reichern den Boden mit organischer Masse an. 
  • Das Bodenleben wird gefördert: Angerottete Pflanzenteile werden von den Bodentieren gefressen und schaffen mit ihren Ausscheidungen fruchtbare Gartenerde.



Haben Sie Fragen zur Gründüngung oder zum Naturgarten?

Das NÖ Gartentelefon +43 (0)2742/ 74 333 berät Sie gerne! Weitere Informationen auch unter www.naturimgarten.at.

Veranstaltungstipp:

Beim Erntedankfest im Regierungsviertel am 15. September 2012 ist „Natur im Garten“ mit einem Beratungsstand vertreten. Ab 11.45 Uhr findet dort die Autogrammstunde mit Karl Ploberger statt. Schauen Sie vorbei!

2. September 2012

Bienen

Schwänzeltanz und Schwesternmord

Filmausschnitt "More than Honey"
© Filmladen
Die Honigbiene ist ein Symphatieträger. Sie wird gerne als Beispiel für Fleiß und Opferbereitschaft herangezogen. Auch abseits des „Biene-Maja-Images“ finden sich verblüffende und auch ziemlich brutale Eigenschaften bei diesem sechsbeinigen Haustier.

Seit rund 7000 Jahren wird die Honigbiene gezielt gehalten. Ihre Nutzung durch den Menschen geht weit darüber hinaus. Trotzdem ist sie immer sehr eigenständig geblieben.


Hochleistungsinsekt

Filmausschnitt "More than Honey"
© Filmladen
Das Gehirn einer Biene ist nicht größer als ein Stecknadelkopf. Und trotzdem schafft es dieses Insekt uns zu verblüffen. Welches andere Tier kann Artgenossen abstrakte Informationen wie Richtung und Entfernung zu einer Futterquelle mitteilen? Die Honigbiene kann es. Sie „sagt“ es tanzend, mit dem Schwänzeltanz.
Darüber hinaus haben sie ein erstaunliches Zeitgedächtnis. Bestimmte Blüten bieten nur zu bestimmter Tageszeit reichlich Nektar und Pollen. Und Honigbienen merken sich genau wann es etwas zu holen gibt.

Dem Sozialgefüge verschrieben

Wespe und Biene © Barbara Seiberl
Honigbienen sind alleine nicht lebensfähig. Einzelne Bienen sterben auch unter besten Haltungsbedingungen nach spätestens 8 Tagen. Normale Lebenszeit haben einzelne Bienen erst in der Gruppe mit mindestens 30 Schwestern.
Auch eine Neugründung eines Bienenstaates schafft eine Königin nicht mehr alleine. Bei den nächsten Verwandten wie Hummeln oder sozialen Wespen beginnt eine Königin bei „Null“. Sie muss die ersten Schritte, von der Nestplatzwahl bis zur Fütterung der ersten Larven zunächst völlig alleine meistern. Bei der Honigbiene vollzieht sich die Neugründung indem eine alte Königin mit einem Teil des Volkes ausschwärmt und damit Platz für eine neue Königin macht.

Alle Macht der Königin?

Die Bienenkönigin legt als einzige im Bienenstock Eier. Dabei vollbringt sie unglaubliche Leistungen. In der Spitzenzeit von Mitte Mai bis Mitte Juni produziert sie innerhalb von 24 Stunden bis zu 3000 Eier, jedes Ei ungefähr so groß wie ein Kümmelkorn. In der Legesaison zwischen Februar und September kommen zwischen 100.000 bis 150.000 Eier zusammen, die zusammengerechnet das 60fache des Königinnengewichts ausmachen.
Trotzdem sind ihre Töchter, die Arbeiterinnen die eigentlich „herrschende“ Gruppe im Bienenstock. Arbeiterinnen pflegen und nähren die Königin und die männlichen Bienen, die Drohnen. Und sie beseitigen sie bei Bedarf.
Arbeiterinnen bestimmen durch den Bau von eigenen Weisel (=Königinnen)- und Drohnenzellen ob und wann eine neue Generation von Geschlechtstieren entsteht. Sie entscheiden damit über das Schwärmen als natürlichen Vermehrungs- und Teilungsprozess.

Mord und Totschlag

Bienenstock im Landesmuseum
© Landesmuseum, Foto: M. Schaar
Gleich mehrere Weiselzellen werden angelegt, die heranwachsenden Königinnenlarven darin umsorgt und gepflegt. Sie bekommen etwa 25 x am Tag, ein spezielles Futtersaftgemisch mit sehr hohen Zuckergehalt (34%), das berühmte „Gelée Royale“.
Unter den schlüpfenden Königinnen spielen sich aber gleich nach der Geburt Dramen ab. Die erste geschlüpfte Königin sucht aktiv die anderen Weiselzellen auf und sticht ihre Schwestern tot. Ist eine weitere Königin bereits geschlüpft kommt es zu einem Kampf auf Leben und Tod. Nur eine neue Königin überlebt. Die alte Königin ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem Teil des Volkes beim Umzug.
Auch mit den Drohnen wird nicht zimperlich umgegangen. Wenn im Hochsommer die Nahrung allmählich knapper wird, werden die Drohnen von den Arbeiterinnen nicht mehr gefüttert, bereits am Flugloch abgedrängt, aus dem Stock gezerrt und manchmal sogar gestochen. Die stachellosen Drohnen sind den Attacken ziemlich wehrlos ausgeliefert. Die „Drohnenschlacht“ dauert in der Regel mehrere Wochen und endet erst bis alle Drohnen tot sind. Kein unnützer Esser wird über den Winter durchgefüttert.

Dunkle Wolken über den Bienenvölkern

Ein anderes Bienensterben beunruhigt mehr. Anfang August berichtete der ORF bedrohliche Zahlen:
„Die höchsten Überwinterungsverluste von Bienenvölkern in Österreich seit fünf Jahren melden Grazer Zoologen. Demnach haben 26 Prozent der von österreichweit 1.521 in die Studie einbezogenen Imkereien gemeldeten Bienenvölker den Winter 2011/2012 nicht überlebt.“
Allein in Niederösterreich sind heuer über den Winter 9.000 Bienenvölker gestorben. Die Gründe für dieses bedrohliche Szenario stehen noch nicht sicher fest. Ein Beizmittel für den eingeschleppten Maiswurzelbohrer gehört zu den Verdächtigen. Aber auch die zunehmende Vergiftung der Landschaft, eine Verknappung von Nahrungsquellen durch Monokulturen oder aus aller Welt eingeschleppte Bienenkrankheiten.

Was heißt das für uns? Dass in Zukunft der Honig teuer werden dürfte, ist hierbei nur ein ziemlich unbedeutender Nebeneffekt. Die Honigbiene steht aus wirtschaftlichen Gründen unter aufmerksamer Beobachtung des Menschen. Was ist mit den vielen Wildbienenarten und anderen Insekten? Findet hier bereits ein stilles (Aus)Sterben statt?
Ein Bienenvolk mit 20.000 Flugbienen kann 3 Mill. Obstblüten am Tag bestäuben.
Wer übernimmt das, wenn die Honigbienen mehr und mehr wegfallen? Wie teuer wird dann handbestäubter Kürbis sein?
Es gibt nur einen Himmel über uns allen. Wenn dunkle Wolken über der Honigbiene aufziehen, dann auch über uns. Denn ohne bestäubende Insekten sehen wir einer ziemlich hungrigen Zukunft entgegen.

Der Büchertipp:

GAY JUTTA, MENKHOFF INGA (2012) Das große Buch der Bienen. 321 Seiten, gebunden. Fackelträger Verlag: Köln.

Quellen:

http://science.orf.at/stories/1702956/ (08.08.2012)
http://noe.orf.at/news/stories/2534003/ (27.05.2012)
BELLMANN Heiko, HONOMICHL Klaus (2007) Biologie und Ökologie der Insekten. Begründet von Werner Jacobs und Maximilian Renner. pp. 40 – 43. Spektrum Akademischer Verlag: München.
HINTERMEIER Helmut, HINTERMEIER Magrit (2002) Bienen, Hummeln, Wespen im Garten und in der Landschaft. 2. Aufl. Obst- und Gartenbauverlag: München.

Text: Mag. Norbert Ruckenbauer


Bienenstock im Landesmuseum © Landesmuseum, Foto: M. Schaar



Im Landesmuseum kann ein Bienenvolk beobachtet werden. Der Bienenstock ist ein Erlebnis für die Sinne: es kann gerochen, gesehen und gehört werden!









Ab 12. Oktober 2012 startet der Film "More than Honey", eine Koproduktion von zero one film, Allegro Film, Thelma Film und Ormenis Film in den österreichischen Kinos. Das Landesmuseum ist Hauptpartner des Projekts: http://www.allegrofilm.at/filme/more-than-honey

Alle berichten vom Sterben der Bienen. MORE THAN HONEY erzählt von ihrem Leben.


Seit drei Jahren sterben auf der ganzen Welt die Bienen. Über die Ursachen wird noch gerätselt, aber schon jetzt ist sicher: Es geht um mehr als nur um ein paar tote Insekten und es geht um wesentlich mehr als nur um Honig.

Die Beziehungen zwischen Mensch und Honigbiene verraten uns viel über uns, über die Natur und über unsere Zukunft. Sie zeigen uns, dass Stabilität ebenso ungesund ist wie unbegrenztes Wachstum, dass es die Krisen und Katastrophen sind, die die Evolution vorantreiben, und dass die Rettung oft aus einer völlig unerwarteten Richtung kommt.

Link Standard 5.9.12: http://derstandard.at/1345166114817/Die-Biene-zwischen-Chemotherapie-und-Massentierhaltung

Weitere Links:
http://naturschutzbund.at/projekte-aktionen/bienenschutz-fonds.html 
https://www.facebook.com/SummSummSummBienchensummherum

3. August 2012

Wildschwein

Sus scrofa

Wildschweine im Naturpark Sparbach


Das Wildschwein gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine (Suidae) aus der Ordnung der Paarhufer. Es ist die Stammform des Hausschweines.Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art reicht von Westeuropa bis Südost-Asien, durch Einbürgerungen in Nord- und Südamerika, Australien sowie auf zahlreichen Inseln ist es heute fast weltweit verbreitet.



Die drei wichtigsten Dinge im Leben eines Wildschweines:

1. Körperpflege

Wildschweine wälzen sich mehrmals täglich in Schlammmulden (Suhlen) - zur Kühlung an heißen Sommertagen bzw. um lästige Insekten und Parasiten los zu werden. Diese werden so von einer Schlammschicht bedeckt, bekommen keine Luft mehr und lassen von der Haut ab. Anschließend folgt das Reiben an ausgewählten Baumstämmen (Mahlen), das einer Ganzkörpermassage gleichkommt, die genüsslich vollzogen wird.

2. Ruhe

Wildschweine bevorzugen ein ausgedehntes Waldgebiet mit Versteckmöglichkeiten und Ruhe. Durch intensive Bejagung und Ruhestörungen sind die Tiere in Freiheit dämmerungs- und nachtaktiv geworden. Obwohl sie dem Menschen meistens ausweichen, können sie in Notsituationen angreifen, besonders Bachen mit Frischlingen sollte man mit Vorsicht begegnen

3. Fressen

Die Lieblingsnahrung der Wildschweine sind Eicheln und Bucheckern. Besonderes spezialisiert sind sie auf unterirdische Kost. Mit ihren kräftigen Rüsseln – mit welchen sie nicht nur sehr gut riechen, sondern auch gut tasten können – graben sie nach Pilzen, Knollen, Wurzeln und Bodentieren. Deshalb werden Schweine vom Menschen auch zur Trüffelsuche herangezogen. Durch das Graben und Wühlen fördern sie das Aufkommen junger Bäume, zudem vertilgen sie eine Menge von Insekten, die in großer Zahl schädlich für den Wald sein können. Wildschweine sind extrem anpassungsfähig. So bessern wildlebende Wildschweine ihren Speiseplan in Getreide- und Maisfeldern auf. Auch kommt es vor, dass sie sich in die Nähe der Großstädte wagen, Gärten zerwühlen und Mülleimer plündern.

Wildschweine im Naturpark Sparbach
Im NATURPARK SPARBACH (in der Nähe von Mödling) laufen die Wildschweine frei herum.

Obwohl das Wildschwein in unseren Wäldern gar nicht so selten ist, wird es oft nicht bemerkt. Die Wildschweine sind scheu und halten sich tagsüber in guter Deckung auf. An den Spuren in Wald und Flur kann man aber erkennen, dass die Wildschweine sehr wohl unterwegs sind.

Das Wildschwein kann mit seinen herausragenden, spitzen Eckzähnen (=„Waffen“)  so gut wie alles fressen. Es hat auch großen Appetit, kann es doch bis 5 kg Insekten, Beeren, Gräser in seinem Magen aufbewahren. Erwachsene Tiere können bis zu 200 kg wiegen.


Die jungen Wildschweine, auch „Frischlinge“ genannt,  kommen im Frühjahr auf die Welt. Einer Bache (= das Wildschweinweibchen) mit Frischlingen, die sich durch ziemlich lautes Quietschen ankündigen, gehe man aus dem Weg, jedenfalls sollte man eine Annäherung vermeiden.

Wenn Sie einmal in die Nähe von Wildschweine kommen, beachten Sie Folgendes:

Am besten aus dem Weg gehen. Wildschweine - sagt schon der Name - sind Wildtiere und sollten nicht angegriffen oder gefüttert werden.
Im Naturpark Sparbach werden die Wildschweine täglich von den MitarbeiterInnen mit artgerechtem Futter versorgt und betreut.

Die Tiere sind an die täglichen BesucherInnen gewöhnt und können daher auch gut aus nächster Nähe beobachtet werden. Sollte trotzdem eines der Tiere launisch oder aggressiv wirken, ist es am besten, dem Tier auszuweichen und es nicht mit Stöcken oder Ähnlichem zu verjagen versuchen.

Text: Gabriela Orosel, Naturpark Sparbach





Die Wildschweine im Landesmuseum Niederösterreich können ruhig aus der Nähe betrachtet werden!








Ein kurioser Vorfall hat im Juli 2012 im Bezirk Bruck an der Leitha stattgefunden:

31. Juli 2012

Kartoffel- oder Erdäpfelkäfer

Leptinotarsa decemlineata

Der Kartoffelkäfer stammt  ursprünglich aus Mexiko, wo er sich allerdings ausschließlich von der Büffelklette, einer Verwandten der Kartoffel, ernährte. Die Samen der Büffelklette besitzen feine Haken, mit denen sie am Fell von Tieren haften bleiben und verbreitet werden. Mit Viehtrieben kam die Klette nach Nordamerika und die Käfer folgten ihrer Nahrungspflanze. Siedler aus Europa brachten die Kartoffel nach Nordamerika, wo sie um 1850 in Colorado das Verbreitungsgebiet der Klette und damit auch des Käfers (daher im Englischen „colorado beetle“) erreichte. Rasch konnte sich der Käfer auf die neue, in großer Menge vorhandene Nahrung umstellen.

In Europa wird der Käfer erstmals 1877 in den Hafenanlagen von Rotterdam und Liverpool festgestellt. Ab 1922 dringt er in breiter Front von Westen her in den Kontinent vor, 1936 überwindet er den Rhein, gelangt 1945 an die Elbe, 1950 an die Oder, 1960 hat er Polen durchquert und die damalige UdSSR erreicht. Heute ist der Kartoffelkäfer wie seine Futterpflanze weltweit verbreitet.
Die Käfer legen im Juni an den Blattunterseiten der Kartoffelpflanze jeweils Pakete von 20–80 gelben Eiern ab. Insgesamt sind es pro Weibchen etwa 1200 Eier. Aus den Eiern schlüpfen nach 3 bis 12 Tagen die Larven. Sie sind rötlich und haben an den Seiten und am Kopf schwarze Punkte. Die Larven wachsen sehr schnell heran und häuten sich dreimal. Nach 2 bis 4 Wochen kriechen sie in die Erde, um sich dort zu verpuppen. Nach zwei weiteren Wochen schlüpfen die Kartoffelkäfer, die jedoch noch mindestens eine Woche im Boden bleiben. Pro Jahr treten ein bis zwei Käfergenerationen auf. Die Kartoffelkäfer überwintern im Boden.


Der Kartoffelkäfer in der Propaganda 
Die häufig geäußerte Vermutung, der jeweilige Feind – im ersten Weltkrieg die Franzosen, im zweiten die Amerikaner – hätte Kartoffelkäfer über Deutschland und Österreich abgeworfen, entbehrt jeder Grundlage. Tatsächlich ließ Adolf Hitler 1942 die Möglichkeit eines „Käfer-Angriffes“ auf England prüfen, verbot aber schließlich dessen Durchführung. Die Heranzüchtung  von 40 Millionen dazu notwendigen Käfern hätte die eigene Ernte in Gefahr bringen können.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs vermehrten sich Kartoffelkäfer in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands sprunghaft. Bis 1950 war fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Anbaufläche befallen. Die DDR-Führung war nicht in der Lage, der Katastrophe Herr zu werden, nutzte die Plage aber zu propagandistischen Zwecken im Kalten Krieg. Es wurde behauptet, dass eigens in den USA gezüchtete Käfer durch amerikanische Flugzeuge gezielt als biologische Waffe zur Sabotage der sozialistischen Landwirtschaft abgeworfen wurden. Ab 1950 wurde auf Plakaten und in zahlreichen Medienberichten eine Kampagne gegen die „Amikäfer“ gestartet, die „Saboteure in amerikanischen Diensten“ genannt wurden.

Text: Dr. Erich Steiner

Der Kartoffel- bzw. Erdäpfelkäfer ist das Objekt des Monats August im Landesmuseum: http://www.landesmuseum.net/de/vermittlung/individualbesucher/objekt-des-monats/copy_of_hornisse-juli
Mehr Infos: http://www.umweltberatung.at/start.asp?ID=38583&b=6884 oder was Sie gegen den Erdäpfelkäfer machen können finden Sie hier: http://www.natur-im-garten.at/start.asp?ID=7822

20. Juli 2012

Wildkatze


Neuer Beitrag im Netz März 2015: http://www.wildkatze-in-oesterreich.at/de/pages/wildkatzen.aspx 

Als scheuer Bewohner unseres Bundeslandes ist die Wildkatze im Landesmuseum im Naturbereich als Präparat zu sehen. Wer die lebenden Tiere sehen möchte, fährt am besten in den Nationalpark Thayatal in Hardegg knapp 100 km nördlich von St. Pölten.
Schon im Oktober 2011 war die Wildkatze, als "Nebendarstellerin" des Luchs-Beitrages Thema des Blogs. Aus aktuellem Anlass widmen wir uns jetzt nochmals dem Thema.

Wildkatzensommer im Nationalpark Thayatal

Wildkatzen Diego und Carla © Nationalpark Thayatal
Wie bereits im letzten Jahr steht auch heuer im Sommer das Besucherangebot im Nationalpark Thayatal ganz im Zeichen der Wildkatze. Im Veranstaltungssaal präsentiert eine Sonderausstellung die Erfolge der Wildkatzenforschung im Thayatal und informiert über die erstaunliche Biologie der scheuen Waldbewohnerin, die in Österreich bisher als ausgestorben oder verschollen galt.
Die Präsentation wurde auf die Räumlichkeiten der Naturforscherwerkstätte ausgedehnt und durch weitere Spiel- und Wissensstationen für Kinder erweitert. Gleich beim Eingang werden die Kinder von einem 2,5 Meter hohen Elch begrüßt. Gemeinsam mit Wildkatze, Luchs und anderen Waldbewohnern macht er darauf aufmerksam, dass auch Wildtiere für ihre Wanderungen Wegverbindungen brauchen. Bei der nächsten Autobahn oder im intensiv genutzten Agrarland gibt es für diese Arten leider kein Weiterkommen!
Die Wildkatzen-Mitarbeiter haben großen Wert auf die anschauliche Gestaltung der Ausstellung gelegt. Zahlreiche Objekte informieren über Biologie, Erforschung mittels Baldrianstöcken, genetische Nachweise, Sichtungen, frühere Bejagung und Ausrottung und aktuelle Schutzmaßnahmen. Wer ausführliche Informationen schätzt, findet bei den Infotafeln nahezu alle Fragen beantwortet.

Wildkatzen-Sommer-Ausstellung © Nationalpark Thayatal
Am stärksten begeistern jedoch die „echten“ Wildkatzen die Besucher. Direkt von den Fenstern der Ausstellung und des Foyers blickt man ins Wildkatzengehege und kann die darin befindlichen Zootiere beobachten. Frieda und Carlo sind bereits seit Mai 2011 im Thayatal. Obwohl sie immer einen gewissen Respektabstand wahren, sind sich die Beiden doch im Jänner dieses Jahres näher gekommen. Nun tummeln sich bereits vier Katzen im Gehege. Die beiden Jungkatzen Diego und Carla sind unternehmungslustig , sehr verspielt und immer hungrig.


Wildkatzen-AUSSTELLUNG 

im Nationalpark Thayatal

Im Juli und August 2012 bis 2. September 2012: Täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr 
Die Fütterung der Wildkatzen findet täglich um 15.30 Uhr statt (Dauer: 25 min). 


Die „Taufe“ der jungen Wildkatzen

Die Freude im Nationalparkhaus war groß, als Wildkatze Frieda vor drei Monaten das erste Mal mit ihren beiden Jungkatzen im Gehege erschien. Sofort nachdem die frohe Botschaft über den Wildkatzennachwuchs der Öffentlichkeit kundgetan wurde, langten erste Vorschläge zur Benennung der beiden Jungtiere ein.
Die Wildkatzenverantwortlichen Christian Übl und Birgit Gruber entschlossen sich, einen Wettbewerb zur Namensnennung zu starten. Die große Resonanz hat die Nationalparkmitarbeiter allerdings überrascht. Mittels E-Mail, über die Wildkatzenseite im Facebook und durch Nennungen im Gästebuch wurden über 250 Namensvorschläge gemacht. Die Vorschläge reichten von gefälligen Namen wie Filou, Leo und Susi bis zu eher ungewöhnlichen Varianten wie Gismoo, Tiki, Kori, Fionn und Freya. Eine Jury erstellte eine Vorauswahl und wählte schließlich im Rahmen eines Bewertungsverfahrens die neuen Namen aus.

        Wildkatze © Nationalpark Thayatal                     
Im Rahmen der Eröffnung des neuen Themenweges lüftete Nationalparkdirektor Robert Brunner das Geheimnis um die Benennung und verkündete die Namen der beiden „Täuflinge“. Die beiden Wildkatzen heißen ab nun Carla und Diego.
Der Name Diego stammt vom oberösterreichischen Naturfotografen Josef Limberger und ist eine Anspielung auf Diego Rivera, den Mann von Frida Kahlo. Der Name Carla nimmt Bezug auf Carlo, den Vater der Jungkatzen.

Die beiden Jungkatzen haben in den letzten Wochen ordentlich an Größe zugelegt. Bei der täglichen Fütterung warten sie nicht mehr die Zuteilungen ihrer Mutter ab, sondern schnappen sich bereits selbst die Nahrungsstücke. Bis im Herbst werden sie zu großen und kräftigen Tieren heranwachsen. Wie bei den Wildkatzen in freier Natur heißt es dann aber Abschied nehmen. Carla und Diego werden an andere Zooeinrichtung weiter gegeben. Bis dahin kann man sie täglich im Nationalparkhaus besichtigen, die Fütterungen finden jeweils um 15.30 Uhr statt.

Willkommen am Wildkatzenwanderweg!


Wildkatze © Nationalpark Thayatal
Die Wildkatze ist ein scheues Tier und führt ein Leben im Verborgenen. Obwohl die Waldbewohnerin sich nur sehr selten blicken lässt, steht sie aber trotzdem häufig im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

So auch am 1. Juli, als im Nationalpark Thayatal ein neuer Wildkatzenwanderweg eröffnet wurde. Nach der Taufe der jungen Gehege-Wildkatzen Diego und Clara und dem offiziellen Start der Wildkatzen-Sommerausstellung schritten Nationalparkdirektor Robert Brunner und NR Abg. Bgm. Heribert Donnerbauer zur Eröffnung des neuen Themenweges.

Bei der Gestaltung haben sich die Projektmitarbeiter Christian Übl und Birgit Gruber vom verborgenen Leben der scheuen Waldbewohnerin inspirieren lassen. Entlang des Weges verbergen sich elf Wildkatzen-Silhouetten in ihrer natürlichen Umgebung. Diese gilt es aufzuspüren! Das Auffinden ist nicht immer einfach. So wie die echten Wildkatzen sind einige im dichten Gebüsch, in Felsnischen oder auch auf Bäumen versteckt.

Die Wildkatzensilhouetten und Infostelen sind aus rostigem Eisen gefertigt. So wie die Natur im Nationalpark unterliegt auch dieser Werkstoff der Veränderung durch die Einwirkung von Wasser und Temperatur. Natürliche Prozesse gestalten das Aussehen der Oberfläche und zeugen von der „Lebendigkeit“ des Materials. So fügen sich die Infoelemente harmonisch in die natürliche Umgebung des Nationalparks ein.

Kleine Hinweistafeln erleichtern das Suchen und bieten interessante Hintergrund­informationen zur Biologie und zur aktuellen Situation in Österreich. Die Einsiedlerwiese am Ende des 2,3 km langen Wanderweges lädt zum Ausrasten am Thayaufer ein. Bewegungshungrige Kinder können hier einen Schleichparcours ausprobieren und testen, ob sie beim Klettern genauso geschickt wie eine Wildkatze sind.

Der Wildkatzenwanderweg spricht Erwachsene und Kinder gleichermaßen an. Die Erstbegehung hat allerdings gezeigt, dass Kinder beim Suchen und Finden oft die Nase vorne haben!

Der Wildkatzenwanderweg wurde im Rahmen des Projektes Biotopvernetzung – Netze des Lebens“ gemeinsam mit Projektpartnern des Bund für Umwelt und Naturschutz

Deutschland (BUND) geplant und mit Unterstützung des Finanzierungsinstruments LIFE der Europäischen Union finanziert.

Text: Nationalpark Thayatal

19. Juli 2012

Hornisse

Hornissen sind mit einer Körpergröße von bis zu 25 mm (Arbeiterinnen) bzw. 35 mm (Königinnen) und ihrer schwarz-gelben und ausgedehnt rotbraunen Zeichnung die beeindruckendsten – wohl auch schönsten – heimischen Wespen.



Objekt des Monats Juli 2012
Foto: Lackinger
Nicht weniger beeindruckend sind ihre Nester mit ihrer muschelartig in verschiedenen Brauntönen gemusterten Hülle. Solche Nester werden gerne in hohlen Bäumen, aber auch anderen Hohlräumen angelegt. So wurde unser Objekt des Monats aus einer Hundehütte herausgeschnitten und von Familie Richter aus Dreistetten (Hohe Wand) dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Beute sind vor allem Fliegen, aber auch andere Insekten. Sie jagen auch nachts und ein Hornissenvolk vertilgt pro Tag so viele Insekten wie 6 Meisenfamilien. Das „Knacken“ beim Abbeissen der Beine ist deutlich wahrnehmbar. Gegen Ende des Sommers findet man sie auch an Fallobst, aber an die „Kaffeetafel“ verirren sich Hornissen kaum, treten also hier nicht lästig in Erscheinung. Ein Hornissennest in der Nähe schützt sogar vor weitaus lästigeren Wespen.

Außerhalb des Nestbereichs sind Hornissen ausgesprochen furchtsam und selbst in unmittelbarer Nähe kann man mit bedächtigem Verhalten relativ gefahrlos beobachten. Hornissen können Personen individuell an Geruch und Stimme unterscheiden. Im Übrigen ist ein Bienenstich 4x giftiger als der einer Hornisse.

Gegen Anfang November hat der „Spuk“ ein Ende. Der einjährige Staat stirbt vollständig ab, lediglich die jungen Königinnen fliegen aus um einen Unterschlupf für den Winter zu finden, um im Frühjahr einen neuen Staat zu gründen. Wer ein altes Nest belässt, wird dort im Folgejahr kein neues Volk vorfinden.

Text: Mag. Christian Dietrich (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
 
Objekt des Monats Juli 2012,
Infos per QR-Code



Das Landesmuseum zeigt im Foyer seit 2011 das „Objekt des Monats“.
Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Dinge wie Neuigkeiten, Aktuelles, Kurioses, alle haben aber jeweils einen direkten Bezug zu Inhalten des Landesmuseum oder ergänzen diese.
Per QR-Code können die Inhalte direkt auf das Smartphone geladen werden.




Mehr Infos zu Hornissen gibt es hier: http://www.hornissenschutz-bs.de/ Hornissenschutz Braunschweig

Bild- bzw. Filmmaterial: http://beekarma.wordpress.com/

Häufige Fragen zu Hornissen: http://beekarma.wordpress.com/haufige-fragen-zu-hornissen/

Häufige Fragen zu Wespen: http://beekarma.wordpress.com/haufige-fragen-zu-wespen/

Österreichisches Hornissenprojekt: http://www.oenj.at/naturschutz/projekte/hornissenprojekt/

_____________________________________________

Artikel der Kronenzeitung vom 6. September 2012: Reportage von Mark Perry



___________________________________________________________

Der Biene - einer nahen Verwandten der Hornisse - ist ein Film gewidmet, der im Herbst 2012 in die österreichischen Kinos kommt: "More than Honey"

30. Mai 2012

Hirschkäfer

Lucanus Cervus: Insekt des Jahres 2012

Brunftplatz Eichenkrone

Tiefes, kehliges Röhren. Kurz darauf ein zorniges Echo. Erneutes Brüllen aus vollem Hals. Das Echo wird lauter, kommt näher. Hastige Tritte. Dann ein gewaltiges Krachen. Erkannt? Brunft der Rothirsche! Erst ab Ende August.
Beim Kampf der Hirschkäfer wird man derlei nicht erwarten können. Leiser und unscheinbarer geht es da zu. Aber nicht weniger spektakulär…

 

Jetzt die Juniabende planen!

Hirschkäfer Weibchen,
Foto: © Sven Teschke, wikicommons
Wer das Insekt des Jahres, den Hirschkäfer, beobachten will, sollte sich jetzt Zeit nehmen. Die Aktivitätszeit ist kurz. Es sind vor allem die schwülen, warmen Juni- und Juliabende in denen man diese imposanten Käfer fliegen sehen kann. Dabei sind die Weibchen von Natur aus wenig flugbegeistert. Vor allem die Männchen ziehen mit lautem Gebrumm ihre Runden. In den Donauauen sind die ersten schon seit einigen Tagen unterwegs.

 

Männchen und Weibchen

Männchen und Weibchen lassen sich beim Hirschkäfer leicht unterscheiden. Die Männchen haben ihre Beißzangen in Form von geweihartigen Strukturen ausgebildet, die der Weibchen haben die „normale“ Form.
Die „Geweihe“ der Hirschkäfer sind zwar umgebaute Mundwerkzeuge, für den Nahrungserwerb aber völlig ungeeignet. Sie dienen den Rivalenkämpfen mit anderen Männchen: mit ihnen können sie einen Gegner packen, mit ihm ringen und ihn dann vom Baumstamm stoßen. Aber auch zum Festhalten des Weibchens bei der Paarung sind die geweihartigen Zangen durchaus geeignet.

 

Riesen und Zwerge

Mit den Zangen gemessen können männliche Hirschkäfer bis zu 90 mm lang werden! Allerdings wird nur etwa jeder fünfzigste Hirschkäfer so groß. Als „Riese“ ist es eben nicht leicht ein passend großes Weibchen zu finden. Und bei zu ausgeprägtem Größenunterschied klappt die Paarung einfach nicht!
Der Großteil der Hirschkäfermännchen bleibt größenmäßig im Mittelfeld. Aber auch Zwerge mit gerade einmal 25 mm Körperlänge kommen vor.

 

Angetrunken im Wald

Briefmarken mit Hirschkäfer, Foto: N. Ruckenbauer
Was die Nahrungsbeschaffung angeht sind weibliche Hirschkäfer eindeutig im Vorteil. Mit ihren kräftigen Beißzangen können sie in Kastanien- oder Eichenrinde Wunden erzeugen, um zu zuckerhaltigen Baumsäfte zu kommen. Männchen müssen sich eher an Baumwunden halten, die durch Blitzschlag, Frost oder Windbruch entstanden sind. Oder sie finden eine aufgebissene Baumwunde mit samt der Erzeugerin: gewissermaßen die Idealvariante.
Mitunter können die zuckerhaltigen Baumsäfte gären und dann Alkohol enthalten. Betrunkene Hirschkäfer haben übrigens ähnliche motorische Probleme wie sie bei ausdauernden Heurigenbesuchern zu beobachten sind. Sie büßen dabei ihre Abwehrfähigkeit ein, was vorbeischauende Spechte ziemlich schamlos ausnutzen…

 

Kirschenliebhaber

Die Häufigkeit von Baumwunden mit Saftflüssen hängt sicher mit dem Alter von Bäumen zusammen. Und da Altholzbestände zunehmend selten werden, müssen sich Hirschkäfer nach Ersatznahrung umschauen. Unter den Obstsorten, die sie nutzen, sind Kirschen eindeutig ihre Favoriten. Das liegt sicher auch daran, dass Kirschen zu ihrer Hauptflugzeit reifen.

 

Lebendiges Totholz

Hirschkäfer-Larve, Foto: Wikicommons
Der eigentliche Engpass im Leben der Hirschkäfer ist der Eiablageplatz geworden. In unseren Wäldern sind alte brüchige Eichen bzw. Totholz in Form abgestorbener Stämme oder angemorschten Baumstümpfe Mangelware.
Nur hier kämpft sich das Weibchen in den Boden oder ins morsche Holz, um bis zu 100 Eier abzulegen. Danach stirbt es.
Die Larven selbst haben eine deutlich längere Lebenszeit als die erwachsenen Tiere. Sie brauchen 5 – 8 Jahre für ihre Entwicklung und können dann eine Länge von über 10 cm erreichen. Die Verpuppung findet in einer etwa faustgroßen Puppenwiege in der Erde statt.

 

Vorbild Nationalpark

Die beiden niederösterreichischen Nationalparks, Donau-Auen und Thayatal, bieten Hirschkäfern und anderen Insekten, was in niederösterreichischen Wäldern und Forsten selten geworden ist: Bäume, die alt werden dürfen und nach ihrem Tod im Wald verbleiben. Es wäre schön, wenn vermehrt auch außerhalb dieser Schutzgebiete, der volle Lebenskreis von Bäumen möglich würde. Nur wenn wir den Alt- und Totholzbestand unserer Wälder erhöhen und sichern, hat auch der Hirschkäfer eine Zukunft. Ohne ihn wären selbst warme Juniabende trostlos.

Im Landesmuseum ist das Objekt des Monats Juni (ab 1. Juni online und im Museum zu finden) der Hirschkäfer.

Text: Mag. Norbert Ruckenbauer

10. Mai 2012

Raus mit dem jungen Gemüse!

Natur im Garten,
Foto: Alexander Haiden

Die Eisheiligen sind bald vorbei und dann heißt es: Raus in den Garten mit wärmeliebenden Gemüsepflanzen.

Geduld ist eine gärtnerische Tugend! Diese wird belohnt, wenn jetzt bald vorgezogene Pflanzen den eigenen biologischen Nutzgarten bereichern. Viele Fruchtgemüse sind unter diesen Köstlichkeiten zu finden.





Paradiesfrüchte zum Anbeißen
Paradeiser, Melanzani oder Paprika: Diese zieren bald wieder Gemüsebeete, Hochbeete, Folientunnel oder Gewächshäuser. Melanzani und Paprika fühlen sich z.B. auch in einem umfunktionierten Frühbeet besonders wohl, da sie die dort entstehende Wärme sehr schätzen.
Ebenso die Kürbisse und Zucchini drängt es nun ins Freie. Diese starkwüchsigen Gemüsearten benötigen etwa 1-2 m2 Fläche pro Pflanze. Mit einer Mulchschicht aus Rasenschnitt, organischer Düngung und den zunehmend wärmenden Sonnenstrahlen steht einem üppigen Wachstum nichts mehr im Wege.

Foto: Joachim Brocks




Haben Sie Fragen zum Gemüseanbau oder zum Naturgarten? 
Das NÖ Gartentelefon +43 (0)2742/ 74 333 berät Sie gerne! 
Weitere Informationen auch unter www.naturimgarten.at.